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Übungsberichte

Freilassing, 04.08.2010

Heißausbildung im Brandübungscontainer der Versicherungskammer Bayern


Die Wirkung von Feuer kann verheerend sein. Als öffentlicher Versicherer und Partner der Feuerwehren in Bayern war die Bayerische Landesbrandversicherung immer in Diskussionen um Ausbildungsmaßnahmen eingebunden. Gemeinsam mit der Firma Dräger Safety wurde ein Konzept entwickelt, das folgende Anforderungen erfüllen sollte:

- Entwicklung einer transportablen Trainingseinheit (Container)
- Robuster und wirtschaftlicher Betrieb durch Festbrennstoffe
- Steuerbarer Flashover
- Ausrüstung des Containers mit Wärmebildkameras (WBK)
- Übertragungsmöglichkeit von Kamerabildern (optische und WBK) nach außen
- Ausarbeiten eines Ausbildungsplans für Übungsleiter

Die genannten Anforderungen konnten in einem Prototyp umgesetzt werden. Der Flashover-Trainingscontainer bietet Atemschutzträgern die Möglichkeit, das Entstehen eines Brandes unter kontrollierbaren Verhältnissen zu beobachten und schließlich zu bekämpfen. Die einsatznahen Voraussetzungen, mit denen die Übenden konfrontieret werden, führen zu einem Ausbildungsgrad, der die Sicherheit der Einsatzkräfte wesentlich erhöht.

Der Übungscontainer war Anfang August am Freilassinger Feuerwehrgerätehaus stationiert. 33 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Freilassing nahmen an diesem Training teil.

Schutzkleidung und umluftunabhängiger Atemschutz sind das Rüstzeug der Feuerwehrleute. Wichtig dabei ist, dass die Ausrüstung die aus einer Überjacke, Überhosen, Sicherheitsstiefeln, Schutzhandschuhen und Flammschutzhaube besteht komplett ist und vor allem richtig angelegt wird, denn beim realistischen Üben von Einsatzsituationen in einem Brandübungscontainer („Labor“) beobachten die Teilnehmer den Brandverlauf. Die Einrichtung (Möbel) wird durch eingehängte Spanplatten mit einer Fläche von 10 m² simuliert, das entspricht einem Bruchteil der Holzfläche in einem eingerichteten Zimmer.

Durch die Wärmeeinwirkung des Initialsfeuers beginnen die Spanplatten auszugasen und liefern somit die Basis für die spätere Rauchgasdurchzündung (Flashover). Durch die äußerst schwierigen Sichtverhältnisse wird eine reale Situation erzielt. Die Übenden können erkennen, wie die Rauchschicht immer weiter nach unten absinkt. Während der Übung wird die offene Tür des Containers geschlossen, was bewirkt, dass der Rauch nicht mehr abziehen kann und die Sauerstoffzufuhr unterbunden wird. Die Verbrennung wird unvollständig und die Feuerwehrleute im Container haben durch die Verrauchung keinerlei Sicht. Nach einigen Minuten wird die Tür wieder geöffnet. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Öffnen einer Zimmertür in einer Wohnung. Sauerstoff strömt in den Brandraum, das Feuer wird sofort größer. In der Rauchschicht, die sich ungefähr einen halben Meter über den Köpfen der knienden Feuerwehrleute befindet, bilden sich kleine Flammenzungen. Das ist der Beginn einer Rauchdurchzündung. Danach muss die hohe Rauchgastemperatur heruntergekühlt werden, da sich das Feuer sehr schnell ausbreiten und die Übenden gefährden würde. Mit Positionswechseln hat jeder teilnehmende Feuerwehrler die Möglichkeit, selbst einen Flashover zu bekämpfen. Hierbei trainiert der Teilnehmer den Umgang mit einem Hohlstrahlrohr und festigt somit den Umgang mit seinem Handwerkzeug. Temperaturen, die an der Decke vom Brandraum gemessen werden, liegen zwischen 600 und 800 ° Celsius (für die Ausgasung von Holz werden diese hohen Temperaturen benötigt). Auf Kopfhöhe der Feuerwehrkameraden sind es noch 50 bis 90 °C.

Zur Beobachtung der Teilnehmer ist im Container eine Wärmebildkamera installiert. So ist eine ständige Überwachung nach außen gewährleistet. Zusätzlich steht ein Rettungstrupp bereit. Während der Übung steht die Sicherheit der Teilnehmer an oberster Stelle. Ziel der Ausbildung ist es, die Atemschutzgeräteträger so zu sensibilisieren, dass diese eine Flashover-Gefahr erkennen und deren Durchzündung verhindern



Ausbildungsstätte: Feuerwehr Freilassing
Kontakt: m.brandl@atemschutz.org

Bericht erstellt von: Michael Brandl
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