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Übungsberichte

Salzburg, 22.05.2006

Brandcontainer gasbefeuert


Vom 22. bis zum 24. Mai 2006 fand die diesjährige vfdb-Tagung in Salzburg/Österreich statt. Neben den obligatorischen Fachvorträgen zu den verschiedensten Themen des Feuerwehrwesens fand am Rande der Tagung auch eine kleine Fachausstellung statt. In erster Linie Anbieter persönlicher Schutzausrüstungen stellten ihre Produkte vor. In diesem Rahmen bestand für interessierte Feuerwehren aus der Umgebung auch die Möglichkeit, einen vor dem Kongresshaus in Salzburg aufgestellten Brandcontainer der Firma DMT praktisch erproben.

Als direkter Nachbar Salzburgs auf der deutschen Seite der Grenze nutzten auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Freilassing diese Möglichkeit. Darunter waren auch vier Mitglieder von www.atemschutz.org, (allesamt Mitglieder der Freilassinger Feuerwehr), die die Vorzüge dieses Typs Brandcontainer erfahren wollten. Und – das vorweg – nach Meinung des Verfassers hat sich der Gang gelohnt.

Aber der Reihe nach: zum Container. Es handelte sich dabei um ein Sattelschlepperfahrzeug mit einer in den Auflieger integrierten, gasbefeuerten Übungsstrecke. Zwar verfügt der Container ebenfalls über einen „Technikraum“. Dadurch, dass die Ausbilder aber jeweils im Übungsraum dabei sind und die Brandstellen, je nach Arbeitsweise des Trupps, von hier fernsteuern, kann der Überwachungsraum, der sonst oftmals viel Platz einnimmt, entfallen. Der Raum für die praktischen Übungen selbst ist in 4 verschiedene Räume eingeteilt. Diese Räume sind dadurch zwar sehr klein ausgefallen, durch die Abtrennung mit jeweils einer zu öffnenden Tür aber (für mich) sehr viel interessanter und anspruchsvoller, als wenn es sich nur um einen oder zwei größere Räume handelt. Laut Aussagen der Betreiber können die Räume im Übrigen sehr flexibel gestaltet werden. Eine Flughafenfeuerwehr als Beispiel, kann in dem Container auch die Inneneinrichtung eines Flugzeugs haben um den Anforderungen entsprechend arbeiten zu müssen.

Aber zurück zu der in Salzburg vorgestellten Version. Die Ausbilder: Beide für uns zuständigen Instruktoren waren aktive Berufsfeuerwehrleute und erklärten, wie der Ablauf bei einer „richtigen“ Schulung wäre (wenn man den Container selbst mieten würde). Sowohl die Einführung in das Thema Innenangriff, Strahlrohrführung etc. als auch die Nachbesprechung würden normalerweise sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, die bei dieser Veranstaltung aber nicht gegeben war um möglichst vielen Teilnehmern den Durchgang zu ermöglichen. Selbstverständlich kam aber die Sicherheitseinweisung vor dem Gang in die Flammen nicht zu kurz – die Gefahren waren schließlich auch hier gegeben. Die Ausbilder machten einen sehr kompetenten Eindruck wenngleich man über einige wenige Punkte auch hätte streiten können. Die Aussagen dabei waren zwar nicht falsch, nur wurden einige Dinge dargestellt, als ob sie immer so wären, was meines Erachtens so nicht richtig ist. Nichts desto trotz verlief die Ausbildung sehr gut, ein Lerneffekt war auch gegeben, wenn man bereits zum x-ten mal in einem Container war. Als sehr positiv empfand ich es auch, dass, wie bereits geschildert, der Ausbilder mit den Trupps vor geht, um aus nächster Nähe zu beobachten, wie sich die Azubis verhalten und dementsprechend das Feuer als gelöscht gelten oder auch weiter brennen zu lassen oder vielleicht sogar einen Flashover zu zünden. Die Steuerung erfolgt also nicht über Sensoren, die man treffen muss oder die die Litermenge Löschwasser messen, sondern vom Ausbilder per Funkfernbedienung.

Aufgabe war es übrigens, eine vermisste Person im Container zu suchen und zu retten. Selbstverständlich lag diese erst ganz hinten und man musste diverse Brandstellen ablöschen um zum Verletzten vordringen zu können. In der in Salzburg vorgestellten Version galt es darüber hinaus auch noch eine brennende Gasleitung (Ventil) abzuschiebern.

Alles in allem fand der Container bei allen Teilnehmern, zumindest unserer Wehr, ein ungeteilt sehr positives Echo. Umso erstaunlicher, da es sich sowohl um ganz neue, frische Atemschutzgeräteträger, als auch um erfahrene Kräfte handelte die schon in diversen Containern waren. Die Nachteile eines „nur“ gasbetriebenen Containers wurden von den Ausbildern schon bei der Vorbesprechung angesprochen und gelten selbstverständlich auch hier. Trotzdem war der Durchgang wiederum sehr interessant, sehr lehrreich und kann sehr gut weiterempfohlen werden.

Mehr Infos zu dem Container finden Sie im Internet unter

www.alliance-for-fire-service.com

Eine weitere Ausbildungsveranstaltung mit dem Container der DMT fand vor Kurzem in Göttingen bei der Ortsfeuerwehr Grone statt. Berichte und Bilder hierzu finden Sie, indem Sie den Links folgen.




Ausbildungsstätte: DMT Mobiler Brandcontainer
Kontakt: www.feuerwehrtraining.net

Bericht erstellt von: Walter Niederbauer
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