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Übungsberichte

Böblingen, 16.05.2004

Flash-Over- und Strahlrohr-Training bei Erha-Tec in Böblingen


Ausbildung ist im Feuerwehrdienst sehr wichtig um schnell und kompetent Hilfe leisten zu können. Besonders im Bereich Atemschutz sind die Anforderungen an die Geräteträger noch höher, da im Atemschutzeinsatz zusätzliche Gefahren lauern können, die durch den Geräteträger erkannt und verhindert bzw. bekämpft werden müssen.

Eine große Gefahr im Atemschutzeinsatz ist der so genannte Flash-Over bzw. Roll-Over oder auf deutsch die Rauchgasdurchzündung. Aufgrund dessen organisierte der Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern für oberbayerische Atemschutzausbilder ein entsprechendes Training bei der Firma Erha-Tec in Böblingen (Baden-Württemberg). An diesem Übungstag konnten auch Michael Brandl, Albert Wohlschlager und Klaus Lipsky aus dem Landkreis Berchtesgadener Land teilnehmen.

In Böblingen hatte man die Möglichkeit, bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen sowie neue Erfahrungen zu sammeln.

Nach einer langen Anreise erfolgte zunächst die Begrüßung durch Jürgen Ernst, der sich und seine sechs Ausbilderkollegen vorstellte und kurz den Tagesablauf erläuterte. Direkt im Anschluss stand „Strahlrohrtraining“ auf dem Programm. Auf dem Übungshof wurde das Vorgehen im Brandraum mit der richtigen Handhabung des Hohlstrahlrohres geübt. Dieser Teil des Übungstages war für viele Teilnehmer eine neue und vor allem sehr interessante Erfahrung, denn nur durch ein sicheres Strahlrohrhandling ist es im Einsatz möglich auf eine Rauchgasdurchzündung reagieren zu können.

Anschließend rüsteten sich alle Teilnehmer und die Trainer mit Atemschutzgeräten aus und es ging zum ersten Durchgang in den Flash-Over-Container. Mehrere Rauchdurchzündungen wurden durchgeführt. Dabei konnte vor allem das Verhalten der Rauchschichten beobachtet und die enorme Hitze gespürt werden. Nach diesem ca. 20-minütigen ersten Durchgang wurde sofort mit der Rehydrierung begonnen und den Teilnehmern ausreichend Mineralwasser zur Verfügung gestellt, welches auch dankend angenommen wurde.

Nach dem Mittagessen stand ein zweiter Durchgang im Container auf dem Programm. Wiederum unter großer Hitzeentwicklung konnten Rauchdurchzündungen beobachtet werden. Nun wurde auch das „Blocken“ einer Rauchdurchzündung durch den Trainer vorgeführt. Dies wurde in einem weiteren Containerdurchgang auch von den Teilnehmer geübt. Für viele war es das erste Mal, dass sie die Möglichkeit hatten reale Rauchgase zu kühlen oder die Durchzündung „zurückzuschlagen“. In diesem Übungsteil wurde auch eine Notfallsituation simuliert, bei der ein verunglückter Atemschutzgeräteträger durch die Teilnehmer ins Freie gebracht und erstversorgt werden musste. Des weiteren wurde in dieser Übungseinheit die hydraulische Entrauchung von Brandräumen mittels Hohlstrahlrohr durch ein Fester vorgeführt – ebenfalls eine interessante Thematik, die im gewöhnlichen Übungsbetrieb nicht einfach nachzustellen ist.

Eine umfangreiche Trinkpause stand vor einer weiteren Lektion „Strahlrohrtraining“. Diesmal wurde unter PA der Umgang mit dem Hohlstrahlrohr weiter vertieft. Diese Strahlrohrtechniken konnten die Teilnehmer anschließend beim truppweisen Vorgehen in den Brandcontainer anwenden. Durch eine seitliche Tür im Container wurde ein Löschangriff vorgetragen, der mit dem richtigen Öffnen der Tür begann und über Rauchgaskühlung, Temperatur-Check und Seitenkriechgang bis hin zum „Blocken“ einer Rauchdurchzündung führte. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit diese Übung zu wiederholen und zu vertiefen.

Abschließend lässt sich sagen, dass dieser Übungstag den weiten Weg nach Böblingen in vollem Umfang gerechtfertigt hat. Angefangen vom Strahlrohrtraining bis hin zum „Blocken“ der Rauchgasdurchzündung waren die Inhalte äußerst lehrreich.

Nun kann daran gegangen werden, die gewonnenen Erfahrungen im Rahmen der Landkreisausbildung an die Atemschutzgeräteträger weiterzugeben.




Ausbildungsstätte: Erha-Tec
Kontakt: www.erhatec.de

Bericht erstellt von: Michael Brandl
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