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Übungsberichte

Würzburg, 18.05.2006

Brandhaus


An der staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg befindet sich ein Brandübungshaus, in dem Atemschutzgeräteträger aus Bayern intensive Fortbildung erfahren können.

In der Zeit von 18.05.2006 bis 19.05.2006 hatten Michael Brandl und Alexander Klein von www.atemschutz.org die Möglichkeit, am Lehrgang "Verhaltenstraining im Brandfall (Brandhaus)" teilzunehmen.

Die 16 Lehrgangsteilnehmer wurden zunächst theoretisch unterwiesen. Hierbei wurden allgemeine Informationen zum Übungsablauf gegeben und das Brandhaus vorgestellt.

Schon kurz darauf begaben sich alle Atemschutzgeräteträger zusammen mit einem Ausbilder in den Keller des Brandhauses. Nur mit Schutzkleidung, ohne Atemschutzgeräte, konnte die Hitzeentwicklung eines Gasbrandes in einem Kellerraum gefühlt werden. Nachdem der Brand mit Wasser bekämpft worden war, konnte man sich nur noch kriechend am Boden fortbewegen, da zur heißen Luft noch der heiße Wasserdampf kam. Bei dieser Vorführung konnten die Geräteträger eindrucksvoll erfahren, dass die getragene Schutzkleidung ihren Namen zu Recht verdient. Der Ausbilder der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg nutzte im Keller zusätzlich die Möglichkeit, die Sicherheitseinrichtungen, die in sich in jedem Raum des Brandhauses befinden, vorzustellen.

Die 16-köpfige Gruppe wurde für die anschließenden Übungen in zwei gleich starke Gruppen aufgeteilt. Die erste Übung bestand darin, über eine Garage in die dahinter liegende Werkstatt zur Brandbekämpfung vorzugehen. Besonders die intensive Verrauchung und die im Verlauf der Übung steigenden Temperaturen machten das Absuchen der Räumlichkeiten und Vordringen zum Brandherd schwierig. Am Brandherd angekommen galt es diesen zu bekämpfen und gelagerte Gasflaschen, die bereits vom Brand betroffen waren zu sichern und zu kühlen.

Nachdem alle Teilnehmer dieses Einsatzszenario abgearbeitet hatten, wurde durch die Ausbilder eine eine weitere Einsatzlage dargestellt. Diesmal hieß die Einsatzmeldung "Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss". Wiederum machten sich die Trupp, diesmal durch das Treppenhaus, auf den Weg zum Brandherd. Dies gestaltete sich besonders aufgrund des engen Treppenhauses und vieler Türen sehr schwierig. Schließlich musste der unter Druck stehende Schlauch mitgeführt und regelmäßig Schlauchreserven zurechtgelegt werden. Nach dem Eindringen in die Wohnung wurde diese weitgehend verraucht vorgefunden. Die Absuche des nur schwer erkennbaren Schlafzimmers ergab weder einen Brandherd, noch stieß man auf vermisste Personen. Durch das Öffnen von Fenstern konnte in diesem Bereich eine Erleichterung für die Atemschutztrupps erzielt werden, da der Rauch abzog. Nachdem das Schlafzimmer durchsucht war, tastete man sich in die Wohnküche vor. Bereits durch das Schlüsselloch war der Vollbrand des Zimmers erkennbar. Es galt nun schnell zu Handeln und im Raum die Brandbekämpfung durchzuführen. Mit dem mitgeführten Strahlrohr wurde das brennende Sofa und die Kücheneinrichtung zügig abgelöscht. Die parallel dazu durchgeführte Absuche des Raumes ergab glücklicherweise keine vermissten Personen. Nach der Belüftung des Raumes war der Einsatz beendet.

Wie bei jeder Übung gab es bei beiden Übungen ein Feedback des Ausbilder, der den Trupp begleitet hat. Hierbei konnte in Ruhe über den Einsatz und verschieden Verbesserungsmöglichkeiten gesprochen werden. Nach diesen beiden Übungen waren die meisten Atemschutzgeräteträger an ihren Grenzen angelangt und somit auch froh, dass der Übungstag beendet war.

Am zweiten Tag startete der Übungsbetrieb mit der Einsatzmeldung "Kellerbrand". Wiederum mussten die Trupps rasch ihre Schlauchreserve bereitlegen und vorsichtig die Kellerräume betreten. Die Tür zum Brandraum war bereits erwärmt, was auf einen Brand hinter der Tür schließen lies. Aus sicherer Deckung wurde die Tür geöffnet und die Rauchgase mit Wasser gekühlt um eine Durchzündung zu verhindern. Im Raum befanden sich diverse Gegenstände und Regale, die zum Teil umgestürzt waren und den Zugang stark behinderten. Im Kellerraum brannte ein Lagerregal in voller Ausdehnung. Bei starker Rauchentwicklung und großer Hitze galt es nun, das Feuer in den Griff zu bekommen und den Raum weiter zu erkunden. Wiederum waren im Keller diverse Gasflaschen gelagert, die gekühlt und anschließend ins freie gebracht wurden. Unter einem umgestürzten Regal war eine bewusstlose Person eingeklemmt. Durch schnelles Teamwork der Atemschutzgeräteträger konnte auch die Person in Sicherheit gebracht werden. In der anschließenden Übungsbesprechung wurde vor allem auf die richtige Einsatztaktik bei Kellerbränden und die doch relativ großen Gefahren von Kellerbränden (Gasversorgung, gefährliches Lagergut, Durchzündungen usw.) eingegangen.

Die vierte und letzte Übung stellte wiederum einen Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss dar. Nach der Vorbereitung im Treppenhaus wurde die Brandwohnung betreten. Im Schlafzimmer hatte sich ein Brand entwickelt, der schon weit vorgeschritten war. Das Bett und weitere Einrichtungsgegenstände standen in Flammen. Neben der Brandbekämpfung wurde intensiv nach den vermissten Bewohnern der Wohnung gesucht. Das Bett war leer, auch in der Babywiege war niemand zu finden. Nachdem im Schlafzimmer "Feuer aus" gemeldet werden konnte, galt es die weitern Räume der Wohnung zu durchsuchen. Nach dem Öffnen der Tür zur Wohnküche war dichter Rauch und Feuerschein erkennbar. Weitaus alarmierender waren jedoch die Schrei eines Babys, die zu hören waren. Bei der intensiven Absuche der Wohnküche konnte zunächst die Mutter gefunden und in Sicherheit gebracht werden. Nachdem das Feuer bekämpft und auch Abluftöffnungen zum Rauchabzug geschaffen wurden, konnte auch das Baby in Form einer Puppe aufgefunden und ins Freie gebracht werden.

Die vier Übungen, die in den beiden Trainingstagen durchgeführt wurden, führten alle Geräteträger an Ihre Grenzen. Die gemachten Erfahrungen und vor allem die Rückmeldungen der Ausbilder ermöglichen es, weiter an sich zu arbeiten und das Erlernte auch an Kameraden in den Heimatfeuerwehren weiterzugeben. Durch derartige Trainings und die Fortbildung an den Standorten ist es möglich, weiterhin ein hohes Ausbildungsniveau zu halten und im Ernstfall effektiv Hilfe leisten zu können.




Ausbildungsstätte: Staatliche Feuerwehrschule
Kontakt: www.sfs-w.de

Bericht erstellt von: Michael Brandl
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