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Einsatzberichte

Übersee, 27.03.2004:
 
Kellerbrand mit Flashover

(K)ein normaler Einsatz

Der nachfolgende Einsatzbericht soll Feuerwehr-Führungskräfte, Atemschutzgeräteträger, aber auch jeden Feuerwehrdienstleistenden ansprechen. Er soll aufzeigen, wie schnell aus einem „ganz normalen“ Feuerwehreinsatz ein „lebensgefährlicher“ Einsatz werden kann. Der Bericht soll eine Warnung sein im Einsatz stets vorsichtig und wachsam zu sein, damit mögliche Gefahren rechtzeitig erkannt werden und „Leib und Leben“ des Feuerwehrmanns oder der –frau unversehrt bleiben.

Einsatzobjekt:
Einfamilienhaus in Übersee, Ringstraße

Alarmierung:
Am Freitag, 27.02.04 um 15.04 Uhr wird die FF Übersee mit „Alarmstufe 1“ alarmiert. Meldung: Rauchentwicklung im Keller, Übersee, Ringstraße 49 um 15.06 Uhr TLF 16/25 aus um 15.07 Uhr TLF 16/25 an kurz darauf Land 2/2 und Land 2 an laut Ausrücke-Ordnung folgen LF8 / MZF / RW2 / GWN

Lage:

Rauch aus einer unterkellerten Doppelgarage, dieser leichte, graue, helle Rauch steigt aus den Kellerschächten bzw. –fenstern auf. Der Hauseigentümer teilt mit, dass sich keine Personen im Kellerbereich befinden. Im Heizungsraum soll ein kleiner Teil einer Isolierung zwischen den Wasser-Pufferspeichern, hinter einer Holzverschalung, brennen.

Einsatzablauf:

Zwei Mann des TLF rüsten sich mit PA aus; eine B-Leitung mit Verteiler wird bis zur Einfahrt des Brandobjekts verlegt. Dann weitere Lageerkundung:

PA-Trupp geht mit C-Rohr über einen Kellerschacht im Garagenboden (zum Brennholzabwerfen) vor. Um 15.09 Uhr LF8 an!
2. PA-Trupp rüstet sich aus
Besatzung LF8 unterstützt TLF-Besatzung (Lüfteraufbau...)
3. PA-Trupp rüstet sich aus (Sicherungstrupp)

um 15.13 Uhr MZF an; um 15.14 Uhr RW 2 an; 15.15 Uhr GW-Nachschub an
Einsatzleitung wird beim MZF gebildet: 2. Kdt. der FF Übersee und KBI König

Atemschutzsammelstelle wird beim LF8 Übersee eingerichtet:
verantwortlich: 2. Atemschutzwart der FF Übersee

Überdrucklüfter wird eingesetzt. Entlüftungsgerät vom RW2 wird direkt am Kellerfenster eingesetzt.

Meldung vom Atemschutztrupp: „Hinter einer Holzverschalung starke Rauchentwicklung, aber kein offenes Feuer zu sehen. Stellenweise glimmt Isoliermaterial.“ Atemschutztrupp entfernt mit einer Brechstange die Holzverschalung und löscht die Glutnester ab.

Aufgrund der unübersichtlichen Lage und weil wegen des immer stärker werdenden Rauches mit einem erhöhten Bedarf an Atemschutzgeräteträgern zu rechnen ist , entscheidet die Einsatzleitung auf „Alarmstufe 2“ zu erhöhen. Dadurch werden die Feuerwehren Grabenstätt, Grassau und Unterwössen mit DL und TLF), sowie zusätzlich der GWA der FF Traunstein angefordert.

Die Alarmierung erfolgt um 15.37 Uhr über die Einsatzzentrale der Polizei-direktion Traunstein.
Inzwischen sind drei Atemschutztrupps eingesetzt. Der 2. Atemschutztrupp hat gerade eine Motorsäge zur Einsatzstelle gebracht und der, als erstes eingesetzte Atemschutztrupp will die Einsatzstelle dem 3. Trupp übergeben, als die Trupps (!!dank guter Schulung und Ausbildung!!) die Vorzeichen eines Flash-Over erkennen. Alle drei Trupps verlassen sofort die Einssatzstelle = Keller.

Nur ihrer kompletten Schutzausrüstung (Überjacke, Nomex-Haube usw.) und der richtigen Entscheidung, sich unverzüglich und schnell aus dem Keller zurückzuziehen ist es zu verdanken, dass keiner der eingesetzten Feuerwehrkameraden ernstlich verletzt wird.

Wolfgang Steiskall, einer der eingesetzten Atemschutzträger, beschreibt den Einsatz:

Am 27.02.2004 wurde ich und meine Kameraden der Feuerwehr Übersee um ca. 15:00 Uhr zu einem Kellerbrand in Übersee mit der „Alarmstufe 1“ alarmiert. Ich möchte die, an diesem Tag erlebten Ereignisse schildern, die mich seither immer wieder beschäftigen.

Ich war nicht weit vom Feuerwehr-Gerätehaus bei der Arbeit beschäftigt, als der „Piepser“ ging und ich mich sofort zu Fuß in Richtung Gerätehaus auf den Weg machte. Ich traf als Erster am Gerätehaus ein und hatte beim Hinüberlaufen schon die Einsatzmeldung „Rauchentwicklung im Keller ...“ mitgehört. Schon in diesem Moment war mir klar, dass ich als einer der Ersten mit dem TLF als PA-Träger eingesetzt werden würde.

Wir besetzten das TLF und auf der Anfahrt rüsteten wir uns als erster Trupp mit PA-Masken und Nomex-Haube aus. Am Einsatzort angetroffen, legten wir unsere PA-Geräte an und begaben uns zur Garage, an dessen Seitenwand ein größerer Schacht in den Keller führte. Eine Brechstange hatten wir mitgenommen, da uns der Hauseigentümer mitteilte, dass es hinter einer Holzverschalung rauchte und diese entfernt werden müsse, um an den Brandherd zu gelangen. Des weiteren hatten wir trotz der Helmlampen noch eine Handlampe mitgeführt.

An ein Handfunksprechgerät (HFG) hatte ich in diesem Moment nicht gedacht, obwohl es uns bei einer Atemschutzunterweisung ans Herz gelegt wurde. Das passiert mir hoffentlich nicht noch einmal, denn die Kommunikation mit der Außenwelt ist in der nachfolgend beschriebenen Situation das „A und O.“ Es erleichtert das Arbeiten als erster Trupp wesentlich, vor allem was die Situation und das benötigte Material betrifft. Auch die Einsatzleitung wird mit regelmäßigen Rückmeldungen besser über das weitere Vorgehen Informiert.

Das bereitgestellte C-Rohr ließen wir in den besagten Schacht hinunter und begaben uns mittels einer Leiter, die bereits dort aufgestellt war, in den Keller. Im Gang war ein kleiner Lüfter vom Hausbesitzer aufgestellt worden um den bereits entstandenen Brandrauch abzuführen.

Die Sicht war zu diesem Zeitpunkt gut und machte eine aufrechte Vorgehensweise unter Mitnahme des C-Rohres möglich. Wir gingen bis zu der besagten Holzverkleidung in dem betroffenen Raum. Dort angekommen sah ich an der Decke eine Verkleidung, aus der gräulicher Rauch austrat. Eine offene Flamme war nicht zu sehen. Zu diesem Zeitraum war uns nicht bekannt, was sich hinter dieser Verkleidung befand. Ich kann mich erinnern, dass mein Kamerad etwas von einer Sauna sagte, aber sich wohl auch nicht sicher war. Ein Lichtschachtfenster war bereits geöffnet, aus dem der Rauch entweichen konnte. Die Sicht in diesem Raum war relativ gut und ich machte mich, unter Schutz meines Kameraden der das Strahlrohr bediente, mit der Brechstange daran die ersten Holzbretter von der Seite des Kellerschachtes her, zu entfernen. Dies erwies sich als relativ mühevoll, da es sich um Nut- und Federbretter handelte, die an Holzleisten an der Decke und am Boden mit Holzschrauben befestigt waren. Des weiteren war es relativ eng.

Ich kann mich auch noch an zwei Thermostate erinnern, die in der Verschalung waren. Ich hatte sie herausgezogen und am Schacht abgelegt, um sie nicht zu beschädigen. Schon nach Entfernen der ersten Bretter verdichtete sich der Rauch. Die entfernten Bretter warf ich durch den Lichtschacht nach draußen und wir sahen das es sich um eine „Isolierung“ aus Schaumstoff handelte, die aber – bis auf einige verkohlte Stellen - unversehrt zu sein schien.

Die ersten, rot schimmernden Glutnester, begleitet von kleinen Flammen, machten sich am Boden bemerkbar. Mit dem bereitgestellten C-Rohr spritzten wir unter die Isolierung am Boden, in der Hoffnung damit erste Löscherfolge verzeichnen zu können. Im selben Moment jedoch, schossen über uns Flammen hinter dieser Deckenisolierung heraus. Auf den Knien traten wir den Rückzug an, versuchten aber gleichzeitig diese Flammen an der Decke mit Wasser zu bekämpften. Es wurde zum ersten mal richtig warm um uns herum und der Rauch verdichtete sich zusehend. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich ein ungutes Gefühl. Man sieht vom Brandherd so gut wie gar nichts, aber beim Versuch etwas abzulöschen, treten Stichflammen hervor. Was erwartet uns noch und wie sieht es hinter der Holzwand weiter aus. Die Situation beruhigte sich schnell wieder, aber die Sicht war durch den nun aufgetretenen Rauch sehr schlecht geworden.

Wieder vorgerückt bemerkte ich das sich geschlossene Kellerfenster, was ich sofort wieder öffnete und mit einem Keil sicherte. Der entstandene Rauch konnte nun wieder abziehen und die Sicht verbesserte sich wieder. Wir machten uns daran die ersten Teile dieser Schaumstoffverkleidung zu entfernen und gleichzeitig abzulöschen. Die Schaumstoffteile „entsorgten“ wir durch den Kellerschacht. Das war alles andere als einfach, denn niemand konnte die Teile am Fenster entgegennehmen - wegen des starken Rauches, der aus dem Schacht quoll.

Wir entfernten weitere Bretter, um an den Brandherd zu kommen, der wieder nicht wirklich ersichtlich war. Wieder bot sich selbe Situation: Am Boden waren Flammen zu sehen, die ich diesmal versuchte zu löschen, da wir uns abgewechselt hatten. Wieder schossen über uns, an der Decke Flammen hinter der Isolierung hervor, die wir ablöschten beziehungsweise kühlten. Ein zweiter Trupp war inzwischen eingetroffen und die Sicht war wiederum sehr schlecht geworden. An einem elektrischen Schalter in der Holzverkleidung angekommen, entschlossen wir uns, von der anderen Seite die ersten Bretter zu entfernen. An der Seite sah ich es bereits Rot schimmern und wies meinen Kameraden darauf hin. Dieser wies den zweiten Trupp an, eine Kettensäge zu holen, damit wir die Holzverkleidung schnell entfernen konnten, um an den eigentlichen Brandherd, der wohl tiefer lag, zu gelangen. Die Sicht verbesserte sich wieder etwas und ich hatte einmal kurz Zeit, um an die Decke zu blicken. Für mich sah diese aus, als wäre sie schwarz verrußt, was sich aber als eine schwarze Schicht Brandrauch herausstellte. Ich streckte meine Hand nach oben, um zu sehen ob es dort heiß war. Dem war nicht so, was mich wieder etwas beruhigte. Man konnte diesen Rauch mit der Hand verwirbeln, aber er legte sich dann wieder an der Decke ab.

Da unser Luftvorrat nicht mehr ausreichend war machten wir uns zum Rückzug bereit und gingen zurück in den Gang um den nachfolgenden Trupp einzuweisenIch kann mich nicht mehr an jedes Detail erinnern, aber ich versuche den weiteren Ablauf so gut es geht zu beschreiben.

Beim Verlassen in Richtung des Schachtes, aus dem wir eingestiegen waren - die Sicht war hier noch relativ gut - kam mir mein Bruder mit dem zweiten Trupp entgegen. Mein Truppführer war zu diesem Zeitpunkt immer in meiner Nähe. Am Eingang zu diesem Schacht wartete ich auf meinen aufschließenden Kameraden um dann gemeinsam den Schacht zu verlassen. Der zweite Trupp war in der Zwischenzeit wohl in den Raum vorgedrungen, als ich vom Truppführer dieses zweiten Trupps nur noch „ Raus, raus, raus,...“ rufen hörte. Die Sicht war dort „so gut wie null“ und es drang hinter mir (vom der Brandstelle her) dichter tiefschwarzer Rauch nach. Der zweite Trupp ist wohl an mir vorbei und in Richtung Schacht um ins Freie zu gelangen. Mein Kamerad wollte nur noch schnell das Strahlrohr schließen, das in der Eile noch offen war. Mein Schreien, dass dies doch egal sei und wir hier raus müssen, hörte er nicht. Dann wurde es auf einen Schlag völlig dunkel um mich herum und ich ging in die Knie. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde wurde es so schlagartig heiß, dass ich an meinen Kopf durch die Nomexhaube die Hitze spürte.

Ich war in diesem Moment völlig orientierungslos am Boden kauernd und wusste nicht, wie es meinen Kameraden ging. Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe. Einerseits hatte ich wirkliche Angst – um mich und meine Gesundheit, gleichzeitig wusste ich, dass so gut wie kein Restdruck mehr in meiner PA-Flasche war und andererseits sorgte ich mich um meinen Kameraden, der ja noch da drinnen sein musste. Die Situation war für mich völlig unüberschaubar. Ich rief nur noch den Namen meines Kameraden und fuchtelte mit meiner Handlampe, die mir vom ersten Trupp überlassen wurde, herum - in der Hoffnung das diese gesehen wird. Ich selbst konnte das Licht dieser Lampe kaum wahrnehmen, so stockdunkel war der dichte Rauch. Nichts - niemand kam - keine Antwort!!.

Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber ich kroch tastend zu der Leiter am Schacht, die ich auch erreichte. Ob ich mich am Schlauch orientiert habe, kann ich nicht mehr sagen. Der Lichteinfall durch das große geöffnete Garagentor und dem offenen Schacht waren gleich Null. Ich erinnere mich daran, dass ich mich fragte, wie es sein kann, das es selbst am Ausstieg so extrem dunkel sein konnte, wo doch alles offen war?
Als ich mich halb auf der Leiter befand, rief ich abermals nach meinen Kameraden und bekam endlich so etwas wie eine Antwort. Ich kletterte weiter hoch und erst oben hatte ich wieder wirklich Orientierung, als ich die Handlampe hinaus warf und nach draußen stieg.Ich lief ein paar Schritte weiter und ging dann auf die Knie. Im Augenwinkel bekam ich mit, dass mein Kamerad aus dem Schacht stieg, was für mich eine Riesenerleichterung war.

Ich nahm den völlig verdreckten Helm und die Maske ab, als mich jemand packte und mich weiter weg vom Brandrauch, der mir im Hals kratzte, brachte.Da war dann nur noch die nächste Frage die mich beunruhigte. Wo war mein Bruder.Einer der Kameraden beruhigte mich damit, dass er bereits sein Gerät einsatzklar mache.Wir wurden zum Notarzt gebracht, der unsere Personalien aufnahm und unseren Sauerstoffgehalt im Blut überprüfte. Wir bekamen noch ein Spray zum Inhalieren und machten uns daran die Gerätschaften wieder einsatzklar zu machen.

Für mich war das der erste Einsatz dieser Art und um eines bin ich sehr froh: Erstens um die neuen Einsatzanzüge und zweitens um die Nomex-Haube, die ich auf hatte. Denn es wurde wirklich sehr heiß um die Ohren. Nicht daran zu denken, was ohne diese entsprechende „persönliche Schutzausrüstung“ hätte passieren können.

Fehler sind mir bei unserem Vorgehen Fehler nicht bewusst. Wir haben unser Bestes getan, um die Schwere des Einsatzes zu vermindern. Dies ist uns leider nicht gelungen, was mir aber nicht so sehr Gedanken macht, da ich mir keiner wirklichen Fehler bewusst bin. Vielmehr sind es die Eindrücke, die ich bei diesem Einsatz miterlebt und gefühlt habe, sowohl physisch, als auch psychisch.

Man kann solche Brände oder vielleicht besser Schwelbrände nicht wirklich üben, da jede Situation eine andere Vorgehensweise benötigt. In diesem Fall kamen wohl einige verschiedene Dinge zum Tragen, die zu dem beschriebenen Ausgang geführt haben.

Ich werde mir mit Sicherheit beim nächsten Einsatz als Atemschutzträger meine Gedanken machen. Aber ich bin mir sicher, auch da wieder mein Bestes zu geben, und aus dem Erlebten zu lernen.
Wolfgang Steiskall

Nach der Durchzündung und der einhergehenden starken Rauchentwicklung ist kein Innenangriff mehr möglich. Die Einsatzleitung entscheidet sich für das Fluten des Kellerraumes mit Mittelschaum.

um 15.47 Uhr FF Grabenstätt an =Abschnitt Schaum/Löschangriff

um 15.47 Uhr FF Grassau an = Abschnitt Überdruckbelüftung

um 15.52 Uhr FF Unterwössen an = Bereitschaft

um 16.06 Uhr FF Traunstein GWA an = Atemschutzsammelstelle und Registrierung

um 16.07 Uhr Land 1 an = bei Einsatzleitung.

Erst nach dem kompletten Fluten des Raumes mit Schaum ist ein Löscherfolg zu erkennen. Um 16.53 Uhr „Feuer aus, Wasser halt, Lüfter aus!“

Von ca. 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr sind die Feuerwehren damit beschäftigt, den Kellerbereich mit einer Schmutzwasserpumpe und zwei Tauchpumpen auszupumpen. Der Wasserschaden kann auf ein Minimum beschränkt werden.

Zwischen 18.45 Uhr bis 19.00 Uhr rücken die Feuerwehr Grassau, Grabenstätt, Unterwössen und Traunstein ab. Einsatzende um ca. 19.45 Uhr.

Zusammenfassung:

Neben den eingesetzten 75 Mann der Feuerwehren aus Übersee, Grabenstätt, Grassau und Unterwössen waren der GWA der Feuerwehr Traunstein, ein Notarzt und mehrere Rettungs- und Krankenwagenbesatzungen im Einsatz.

Zwei Feuerwehrmänner und vier weitere Personen wurden leicht verletzt (Rauchvergiftung). Die Verletzten wurden vor Ort ambulant versorgt (Inhalationsspray). Eine stationäre Aufnahme in eine Klinik war nicht erforderlich.

PA-Kräfte: Elf Trupps im Einsatz sowie zwei Trupps auf Bereitschaft

Schlussbemerkung:

Wie bereits erwähnt ist es nur der guten Ausbildung (frühe Erkennung des Flash-Over) und der Tatsache, dass alle Atemschutzgeräteträger ihre komplette Schutzausrüstung (Überjacke, Hitzeschutzhaube..) trugen zu verdanken, dass keiner der Atemschutzgeräteträger verletzt wurde.

Mit diesem Einsatzbericht will ich alle Feuerwehrkameraden „aufrütteln“.
Zu oft, so glaube ich, werden Einsätze zu sorglos „abgearbeitet.“

Der aufgezeigte Einsatz hat allen eingesetzten Einsatzkräften drastisch vor Augen geführt, wie gefährlich der alltägliche Feuerwehrdienst werden kann. Die Tatsache, dass die Freiwilligen in den Feuerwehren zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Einsatz ihr Leben für andere Menschen riskieren, ist viel zu wenig bekannt bzw. findet leider nicht die Anerkennung, die dafür notwendig, wünschenswert und angebracht wäre.

Wenn es entsprechend honoriert werden würde, dass freiwillig Dienstleistende in ihrer Freizeit ihr Leben riskieren, um anderen Menschen zu helfen, dann dürfte es eigentlich nicht vorkommen, dass in Gemeinderatssitzungen lang und breit debattiert wird, wenn Feuerwehren die Anschaffung von dringend benötigen Ausrüstungen beantragen. Und es kommt sogar vor, dass die Anschaffung dieser oft lebensschützenden Ausrüstungen in Frage gestellt wird...! Die Feuerwehrkameraden brauchen die Ausrüstung nicht, weil sie sich gerne mit teurem und modernem Gerät „schmücken“ wollen, sondern um in Not geratenen Mitmenschen effektiv helfen zu können, ohne dabei ihre Gesundheit auf das Spiel zu setzen.

Georg König
Kreisbrandinspektor

Links zu diesem Einsatzbericht:

FF Übersee
FF Grabenstätt
FF Traunstein

KFV Traunstein

Ein herzlicher Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung dieses Berichts gilt Bernhard Huber von www.kfv-traunstein.de


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