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Einsatzberichte

Traunstein, 26.01.2006:
 
Gebäudebrand - massiver Atemschutzeinsatz - ein Atemschutzgeräteträger verletzt

Großbrand eines Gebäudes in Bad Empfing

Am Donnerstag Nachmittag um 14:30 Uhr wurde die Feuerwehr Traunstein von der Polzeieinsatzzentrale mit Alarmstufe 2 zu einem Gebäudebrand in Empfing alarmiert. Sofort nach eintreffen der ersten Einsatzkräfte entschied sich der Feuerwehr Einsatzleiter Manfred Dandl Alarmstufe 3 „Großbrand“ auszulösen, da große Rauchschwaden aus dem Dachbereich des Hauses kamen.

Ein Anwohner flüchtete sich auf den Balkon wo er mit der Traunsteiner Drehleiter gerettet werden konnte. Weitere Personen befanden sich noch im Gebäude und wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht.

Sofort machten sich Atemschutztrupps ins Gebäudeinnere zur Brandbekämpfung auf und versuchten über das Treppenhaus und über die Drehleiter bis zum Brandherd vorzudringen. Die Hitze war dabei so groß, dass Ausrüstungsgegenstände zu schmelzen begannen und der heiße Rauch brannte sich in die Sichtfenster der Atemschutzmasken ein und behinderte die Sicht der Feuerwehrler massiv. Darum war es für die Löschtrupps sehr schwierig bis zum Feuer vorzudringen und ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Ein Atemanschluß löste sich von der Maske eines Feuerwehrlers mitten im größten Rauch des Gebäudes und dieser musste daraufhin wegen einer starken Rauchvergiftung ins Klinikum Traunstein gebracht werden.

Über die Drehleitern wurde von außen versucht an das Feuer ranzukommen. Von der ehemaligen Kaserne wurde eine Wasserleitung zur Brandstelle verlegt und von der Traun pumpte man das Wasser zu den Löschfahrzeugen. Die Straße nach Empfing wurde von der Feuerwehr und der Polizei total gesperrt. Aufgrund der Konstruktion des Hauses, das keine festen Zwischendecken sondern „Fellböden“ hatte, entschied sich wegen der drohenden Einsturzgefahr der Einsatzleiter den Innenangriff abzubrechen. Das Risiko für die Löschtrupps im Gebäude wurde zu groß.

Auf dem Blechdach waren auch noch rießige Mengen an Schnee, was immer wieder zu gefährlichen Dachlawinen führte. Weitere Schwierigkeiten bereiteten den Einsatzkräften die Kälte, wo das Thermometer -10 Grad anzeigte. Es gefror so ziemlich alles ein was einfrieren konnte. Schläuche, Verteiler, Atemschutzgeräte ja sogar Fahrzeuge wurden Opfer der Kälte. Die Hydraulik des Korbes einer Drehleiter ist ebenfalls eingefroren, sowie eine Pumpe an der Traun. Das verzögerte die Löscharbeiten immer wieder und zehrte an den Kräften der Helfer.

Das Malteser Hilfsdienst und die SEG-Traunstein baute eine kleine Aufwärmstation in einer Garage auf, die dankenswerterweise von einem Nachbarn zur Verfügung gestellt wurde. Dort konnte sich die durchnässten und unterkühlten Helfer wieder für einen kurzen Moment aufwärmen. Ein Greifer wurde an die Einsatzstelle beordert, dieser beseitigte mit seiner Zange die noch übriggebliebenen Dachteile. Ein weiteres Ablöschen war somit über die Drehleitern möglich.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Traunstein die Feuerwehren aus Traunreut, Kammer, Haslach, Wolkersdorf, Hochberg, Surberg, die Kreisbrandinspektion, die UG-ÖEL, Polizei, Rettungsdienst, die SEG-Traunstein, UG-SANEL das Malteser Hilfsdienst sowie das Krieseninterventionsteam, das sich um die Bewohner des Gebäudes gekümmert hat. Diese wurden ja innerhalb von Stunden zu Obdachlosen und verloren Ihr ganzes Hab und Gut. Über 180 Helfer waren es die Ihr bestes gaben und in hervorragender Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen versuchten das äußerst schwierige Feuer in den Griff zu bekommen. Die Lösch und Aufräumarbeiten dauerten noch bis Freitag Nachmittag. Die Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache aufgenommen der Schaden ist noch nicht abzuschätzen wird aber in die Millionenhöhe gehen.


Quelle: www.feuerwehr-traunstein.de - hier gibt´s auch Bilder zum Einsatzgeschehen.



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