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03.10.2016

Hilft die Flash-Over-Reaktion in der Praxis wirklich?

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Habt ihr euch auch schon einmal die Frage gestellt: „Ist das alles so richtig, was ich hier mache!?"

Ich heiße Chris Wallenstein und bin 36 Jahre alt. Ich bin OBM bei einer Berufsfeuerwehr in Niedersachsen. Unteranderem bin ich seit gut zehn Jahren in der Ausbildung tätig, genauer bei der Innenbrandbekämpfung und realitätsnahmen Heißausbildung. Seit knapp zwei Jahren habe ich hier eine gewisse „Glaubenskriese", ich glaube nicht mehr an gewisse Ausbildungsinhalte, ich glaube nicht mehr an gewisse Ausbildungsmethoden.

Ich stelle mir grundsätzlich die oben angeführte Frage: "Ist das alles so richtig, was ich hier mache!?"

Ist das alles noch zeitgemäß? Wer sagt mir, dass das so richtig ist? Wo kommt mein Wissen überhaupt her? Wo kommt das Wissen derer her, die mich ausgebildet haben? Viele Fragen, auf die ich keine Antwort habe! Mittlerweile hat sich mit zwei weiteren BF-Kollegen aus all diesen Fragestellungen ein richtiges Projekt entwickelt. Und wir suchen Antworten auf eben diese Fragen. Wir wollen der Sache genauer auf den Grund gehen!

Werfen wir einen Blick zum Rettungsdienst. Hier gibt es z.B. das Reanimationsregister. Hier wird eine Fülle von Daten erhoben, worauf später Richtlinien für den Rettungsdienst basieren (European Resuscitation Council (ERC) die Leitlinien zur Reanimation für Europa). Es werden Daten zum Patienten erhoben, Vorerkrankungen und Medikation des Patienten, Zeiten der Rettungsmittel, ob Ersthelfermaßnahmen ergriffen wurden, Zeiten und Verlauf von eventueller Defibrillation, Daten zu verabreichten Medikamenten, Übergabezeiten an die Klinik und so weiter.

Gibt es so etwas auch bei der Feuerwehr!? Uns ist klar, dass wir nicht vor der Brandbekämpfung die Brandwohnung mit dutzenden Sensoren versehen können, um Daten zur Löschwassermenge, Wasserdampfbildung und der damit zusammenhängenden Kühlwirkung und so weiter zu sammeln! Aber vielleicht gibt es ja andere Möglichkeiten, die (noch) nicht (mehr) genutzt werden!? Brandversuche, ähnlich der „Lehrter Brandversuche" (1974 – 1977) oder die Möglichkeiten von Computeranimationen!?

Um euch das Problem genauer zu schildern haben wir uns einen Ausbildungsabschnitt ausgesucht und nehmen den genauer unter die Lupe.

Die „Flashover"-Reaktion (FR).

Glaubt ihr daran, dass die FR funktionieren kann!?

Wir nicht! In unseren Augen gibt es eine Menge Gründe, die dagegensprechen, dass die FR funktionieren kann! Grundsätzlich finden wir gut, dass die FR ausgebildet wird. In unseren Augen aber falsch priorisiert, an der falschen Stelle. Als Plan D vielleicht, aber nicht in der Intensität, ja fast Drill, wie es vieler Orts noch gemacht wird.

Viele Atemschutzgeräteträger glauben, dass sie jeden „Flashover" aufhalten können, wenn sie einmal im Jahr die FR auf einem grünen Teppich üben. Wir finden das gefährlich!

Es können z.B. nicht einmal zwei namenhafte Hohlstrahlrohrhersteller sagen, bis zu welchem Sprühkegeldurchmesser der Sprühkegel effektiv bzw. stabil ist.

 

 


Bis zu welchem Durchmesser ist der Sprühkegel effektiv/stabil!?

 

 
 

Einen 40Fuss-Container füllt ein Sprühkegel prima aus, aber wie schaut das in der Realität aus!? Warum sitzen die meisten Trupps im Container auch in der Mitte des Containers, heißt es nicht immer linke Wand oder rechte Wand!!?? Warum schlagen regelmäßig Flammen durch den Sprühkegel hindurch? Können die Trupps überhaupt die Anzeichen erkennen, um schnell zu reagieren und die FR ausführen? Sind die Raumverhältnisse, Geometrie, Größe und Höhe von Containern realistisch!? Ist die Brandlast in einem feststoffbefeuerten Container gleich der Realität? Kann die Technik überhaupt sicherstellen, dass bei einem Umstellen von „Normalbetrieb" auf FR „schlagartig" in der entsprechenden Zeit real die eingestellte erhöhte Durchflussmenge zur Verfügung steht?

 

 

Beispiel 1: So soll es funktionieren, der „Flashover" wird durch den Sprühkegel geblockt

Beispiel 2 und 3: Häufige Fehler, der Sprühkegel wird nicht korrekt platziert und die Flammen umwandern den Sprühkegel

Beispiel 4: Der Sprühkegel wird korrekt platziert, aber die Flammen schlagen durch

 

 

Nun – uns geht es leider, oder eher zum Glück so, wie den meisten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, wir drei haben auch noch kein Phänomen der schnellen Brandausbreitung live während der Innenbrandbekämpfung erlebt. Deswegen wollen wir mit den Leuten sprechen, die genau das erlebt haben. Hierzu haben wir einen Fragebogen ausgearbeitet, der sich genau mit dieser Thematik auseinandersetzt.

Wir hoffen, durch den Kontakt mit den Feuerwehrangehörigen, die ein Phänomen der schnellen Brandausbreitung während der Innenbrandbekämpfung erlebt haben, einige Fragen beantwortet zu bekommen.

Eines möchten wir an dieser Stelle ganz deutlich sagen: Es geht uns nicht darum mit dem Zeigefinger auf euch zu zeigen und zu sagen dieses oder jenes habt ihr falsch gemacht! Es geht nicht um Fehlerzuweisung oder Anzweifeln von Kompetenz! Es geht uns rein um EURE Erfahrungen! IHR habt vielleicht die Erfahrung gemacht, ein Phänomen der schnellen Brandausbreitung während der Innenbrandbekämpfung erlebt zu haben. IHR seid uns genau diesen Schritt voraus und genau deswegen würden wir uns freuen, wenn ihr uns dabei helft Antworten auf unsere Fragen zu finden! Nehmt euch ein paar Minuten Zeit und füllt unseren Fragebogen aus!

Eure Daten werden absolut vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben! Sie dienen ausschließlich der Projektgruppe um, falls auch von eurer Seite Interesse daran besteht, gegenseitig in Kontakt zu treten. So können wir an euren Erfahrungen teilhaben und im weiteren Verlauf mit in unser Projekt einfließen lassen.

Ihr könnt gleich hier dem Link folgen, um zu dem Fragebogen zu gelangen:

Die Umfrage wurde am 01.12.2016 beendet. Erste Ergebnisse stellen wir in Kürze auf www.atemschutz.org vor. 

 

Sollte es einmal Probleme (hohe Serverauslastung) mit dem Fragebogen geben, dann versuche es einfach später noch einmal!

Für eure Aufmerksamkeit und eure Mithilfe möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken! Für Fragen, Gespräche, Anmerkungen und Kritik jeglicher Art stehen wir gerne zur Verfügung!

Herzlichen Dank und beste Grüße

André Grese, Sebastian Neuwirth und Chris Wallenstein

 

 

Team von links: Chris Wallenstein, André Grese, Sebastian Neuwirth

 

 

 

 

 

 

 

 




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